Statue „Pan“, Antikensammlung Berlin

  • Auftrag: Restaurierung
  • Ausführungszeitraum: November 2020 - Februar 2021
  • Schlagworte: Antikenrestaurierung, Rekonstruktion, Marmorfigur mit Gipsergänzung

Die Statue „Pan“ aus dem Besitz der Berliner Antikensammlung ist römisch antik und aus Marmor gearbeitet. Sie zeigt eine bewegte und ca. 1,13 m große Darstellung eines Pans (Hirtengott in der griechischen Mythologie), der mit der rechten Hand auf seiner linken Schulter sitzendes Kind hält. Der Kopf des Pan, ein Teil des rechten Fußes des Kindes und ein Teil des linken Beins des Pans sind heute Ergänzungen aus Gips aus dem 19. Jahrhundert. Die Skulptur war im statisch tragenden Bereich an mehreren Stellen gerissen und zu Beginn der Maßnahmen durch eine provisorische Stützkonstruktion gehalten. Der Kopf war separat neben der Skulptur gelagert. Die Statue sollte für die Ausstellung "Achmîm – Ägyptens vergessene Stadt" in der James-Simon-Galerie/Staatliche Museen zu Berlin restauriert werden. Die Maßnahmen wurden durch die Ernst von Siemens Kunststiftung (Corona Förderlinie) mit einer finanziellen Förderung unterstützt. Die Aufgabenstellung war seitens der Vertreter des Auftraggebers vorgegeben worden. Sie beinhaltete die Wiederherstellung der statischen Stabilität, die Reinigung der Oberflächen sowie die Bearbeitung und die Wiederanfügung von erhaltenen, historischen Gipsergänzungen an die Figur. Alle Marmor- und Gipsteile der Figur wurden gereinigt, kleinere Risse und Bruchflanken wurden gesichert. Anschließend wurde die Figur vollständig in ihre Einzelteile zerlegt. Alte Dübel wurden gegen korrosionssicheres Material ausgetauscht und mit reversiblem Kleber eingeklebt. Die Übergänge von Marmor zum Gips wurden mit einer modifizierten Gipsmasse geschlossen. Kleinere Fehlstellen am Pankopf wie z. B. ein Teil der Unterlippe, das rechte Ohrläppchen, eine Haarlocke, der linke Bartzipfel u.a. wurden mit einer modifizierten Gipsmasse formal ergänzt, ebenso wurde mit dem großen Zeh des Kinderfußes verfahren. Die Ergänzungen wurden durch den Auftrag von flächigen und partiell wiederholten Lasurenoberflächig farblich dem Umgebungsbereich angepaßt.

  • Auftraggeber: Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Staatliche Museen zu Berlin, 10785 Berlin
  • Projektbeteiligte: Dipl.-Restauratoren Herr Maßmann und Frau Haake-Harig