Giebelwappen der Familie von Leubnitz an der Oehmschen Gruft in Olbernhau

  • Auftrag: Restaurierung des Sandsteinwappens und Farbanstrich
  • Ausführungszeitraum: August 2023
  • Schlagworte: Wappenrestaurierung, Zementergänzungen, Zementschlämmen, Farbanstrich

Die sogenannte "Oehmsche Gruft" befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Stadtkirche von Olbernhau sowie des ehemaligen Ritterguts der Familie Oehmichen. Das Grufthaus wurde 1685 errichtet und das Giebelfeld zeigt mittig das Wappen der Familie von Leubnitz. Im Rahmen der Sanierung des Grufthauses musste das Giebelfeld mit dem Wappen inklusive der seitlich anschließenden Girlanden abgebaut werden. Das Wappen besaß neben Resten von Farbanstrichen aus dem 20. Jahrhundert einen mehrere Millimeter starken Überzug aus Zementschlämmen, der bildhauerische Details nicht mehr erkennen ließ. Das Wappen wurde nach dem Wiedereinbau vor Ort restauriert. Zwischenzeitlich war aufgrund des schlechten Zustands des Wappens eine Kopieherstellung im Gespräch gewesen. Beim Anlegen von Freilegeproben konnten festgestellt werden, dass sich die Zementauflagen mechanisch mit Mikromeißel und Skalpell entfernen liessen und die bauzeitlichen bildhauerischen Details wieder sichtbar wurden. Es wurden weiter Formergänzungen mit Steinersatzmaterialien vorgenommen, die durch grafisches Bildmaterial gestützt werden konnten. Abschließend wurde das Wappen zum Schutz der Oberfläche und um es in das Farbkonzept der Gruft optisch eingliedern zu können mit einem Anstrich versehen. Nach der Restaurierung des Giebelwappens waren die bildhauerischen Informationen wieder sichtbar.

  • Auftraggeber: Ev.-Luth. Kirchspiel Olbernhau, Olbernhau
  • Projektbeteiligte: Ingenieurbüro für Bauplanung Olbernhau (Frau Buhl), Ev.-Luth. Kirchspiel Olbernhau (Herr Pfarrer Scheunpflug), Natursteinfirma Gläser, Marienberg (Herr Gläser)